Katholische Kirche St. Bonifatius
Im Jahre 1831 wurde die katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius gegründet. Die erste Kirche war ein Notbau, der den Kirchraum und das Pfarrhaus unter einem Dach barg. Joseph Ignatius Connemann war der erste Geistliche, der in diesen Räumen wirkte. Am 1. Dezember 1831 wurde er zum Pfarr-Administrator für ein Gebiet ernannt, das von der Leda bis zum Hümmling und bis zur holländischen Grenze reichte. Welche Schwierigkeiten die Kolonisten der damaligen Zeit hatten, die Genehmigung eines Kirchbaus zu erhalten, geht aus der Chronik der Kirchengemeinde hervor. Schon 1833 machte man sich Gedanken über den Neubau einer Kirche, doch die kirchlichen und weltlichen Behörden hatten für dieses Ansinnen kein Verständnis, da sie bezweifelten, das die Kirchengemeinde die Kosten hierfür aufbringen könne. Selbst Verbesserungen an dem vorhandenen Kirchengebäude hielten sie nicht für bezahlbar. Die zweite Schwierigkeit ergab der Standort für die katholische Kirche, denn zum einen sollte diese Kirche auf Rhauderfehner Grund und Boden stehen und zum anderen weit genug von den evangelischen Gemeinden in Rhaude und Collinghorst entfernt sein. Das besagte der Konzessionsvertrag von 1769. Mit einem Gebietsaustausch, bei dem die Fehncompagnie einen nahe der Rhauderfehner Grenze, aber auf Langholter Grund, gelegenen Geländestreifen erhielt, fand man endlich eine akzeptable Lösung. Dieser "Handel" erklärt auch, warum die katholische Kirche St. Bonifatius Westrhauderfehn am Rande der Gemarkung Langholt liegt und viele Fehntjer heute noch der Meinung sind, dass die katholische Kirche in Langholt steht.
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